Das Stadtrecht

Graf Adolf II. von der Mark erkannte der Stadt Lünen eine besondere Stellung zu, er verlieh ihr nach Abschluss des Neuaufbaus 1341 Stadtrechte in einer lateinischen und in einer deutschen Fassung. Lünen gehört damit zu der Gruppe von kleineren mittelalterlichen Städten, die erst spät zur Stadt erhoben und als „Wikbold“ bezeichnet wurden.
Die Abhängigkeit der Bürger vom Landesherrn ist in den Stadtrechten fixiert: Sie mussten für ihre Parzellen geringe Abgaben zahlen, der Graf bestimmte Amtmann und Richter und teilte die Einkünfte mit der Stadt, aber er befreite die Bürger vom Femegericht (Lünen war die erste Stadt, die dieses Privileg erhielt), gab ihnen das Recht der eigenen Ratswahl und der Freiheit für jeden Hörigen, der Jahr und Tag ohne Einspruch seines Herrn in Lünen lebte. Zahlreiche Bauern in der Stadt, die von hier ihre Felder bestellten, blieben dagegen weiterhin dem Stift Cappenberg unterstellt, wenn auch in der milden Form der Wachszinsigkeit. Um die finanzielle Kraft der neuen Stadt zu stärken, verlieh der Graf ihr einen Jahrmarkt im Herbst, der eine Woche dauerte. Später fügten die märkischen Grafen weitere Rechte hinzu, besonders solche, die dem Wohlstand der Bürger dienten.

Quelle: https://www.luenen.de/medien/archiv/dok/Stadtgeschichte18Jh.pdf

Weiteres Material zur Geschichte Lünens: https://www.luenen.de/kultur/stadtarchiv/sp_auto_2456.php

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